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Philosophie
Der rote Faden in der Landstreicherei ist die Lehre von den Fünf Elementen. Sie lauten Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser und werden oft auch als Wandlungsphasen bezeichnet. Die Lehre der Fünf Elemente spielt in den Texten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine bedeutende Rolle. Sie ist, neben der Lehre von Yin und Yang und der Vorstellung der Lebensenergie Qi, ein Teil aus dem Spektrum der TCM und charakteristisch für die fernöstliche Philosophie und Naturlehre. In der TCM wird davon ausgegangen, dass die Fünf Elemente miteinander in Einklang stehen müssen, um einen freien Energiefluss im Körper eines Menschen zu ermöglichen. Mit den vier Elementen der westlichen Tradition sind sie nicht identisch, doch gibt es Übereinstimmungen.
Das frühe traditionelle chinesische Denken brachte die Fünf Elemente untereinander in eine zyklische Beziehung und erklärte damit Abläufe in der Natur und im menschlichen Leben. Jede Wandlungsphase bringt als ihr Resultat die Nächste hervor. Eine Wandlungsphase setzt ein, blüht auf und geht dann mit Notwendigkeit in die nächste Wandlungsphase über. In den Jahreszeiten zeigt sich das Wesen der Wandlungsphasen besonders deutlich.
Im Holzelement zeigt sich die Frische des Frühlings, die aufsteigende Kraft des Neubeginns und der Entwicklung. Das Feuerelement ist der Hochsommer mit der Kraft der Freude aber auch der Harmonie und der inneren Ruhe. Im Metallelement spiegelt sich der Herbst wider, in dem oft ein Rückzug auf das Wesentliche stattfindet. Der Winter ist die Jahreszeit des Wasserelements. Während des Winters zieht sich die Energie der Natur nach Innen zurück und bereitet sich langsam auf die Wiedererneuerung vor. Pflanzen und Tiere legen eine Ruheperiode ein, um Kräfte für einen Neubeginn im Frühling zu sammeln. Das Erdelement ist das ausgleichende Element, die Mitte, denn es bereitet den Übergang zwischen den einzelnen Jahreszeiten vor. Oft wird das Erdelement auch mit dem Spätsommer assoziiert, mit der Fähigkeit des Erdbodens, Vielfalt entstehen zu lassen und Nahrung zu spenden.
Jedes Element besitzt einen eigenen Charakter und symbolisiert unterschiedliche Eigenschaften und natürliche Phänomene. So werden den Fünf Elementen verschiedene Klimate, Farben, Sinnesorgane, Geschmacksrichtungen, Gefühle und Organe zugeordnet. Doch alle stehen sie in lebendiger Beziehung zueinander, erzeugen und beeinflussen sich gegenseitig.
TCM und die Fünf Elemente beruhen auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, die energetische, emotionale und geistige Aspekte mit einschließt. Die Beziehung zwischen Mensch und Natur wird als einheitlich betrachtet. So, wie die Natur Phasen des Aufblühens und Phasen des Verfalls durchläuft, tun dies auch die Menschen. Einerseits durchläuft der Mensch jedes einzelne Element im Laufe seines Lebens nacheinander, andererseits ist das Potential aller Elemente jederzeit im Menschen vorhanden und kann durch äußere Bedingungen und innere Fähigkeiten entwickelt werden.
Die Veränderungen in der Natur im Wandel der Jahreszeiten sollen der Landstreicherei als Führung durch die Wandlungsphasen der Elemente dienen. Die Erlebnisse während der Streifzüge können zu einem Erfahrungsschatz werden, welcher innerlich bereichert und befriedigt, der Gesundheit förderlich ist und Neugier und Achtsamkeit für die eigene Natur weckt.
Die Streifzüge werden zunächst über mehrere Stunden an einem Tag zu verschiedenen Tageszeiten angeboten. Jedoch wird eine langfristige Kooperation mit Bildungsträgern und Tagungshäusern angestrebt, um auch über ein Wochenende und darüber hinaus Streifzüge anbieten zu können.
Praktische Umsetzung der Philosophie in der Landstreicherei
Während der Streifzüge durch die Natur begeben wir uns auf die Suche nach den Fünf Elementen und ihren charakteristischen Eigenschaften. Dabei steht die aktuelle Jahreszeit und das entsprechende Element im Vordergrund.
Doch die Streifzüge haben auch einen Aspekt der Unplanbarkeit. Es lässt sich nie genau vorhersagen, in welchem Umfang die angebotenen Aktivitäten ausgeübt werden können. Aufgrund natürlicher Begebenheiten kann es sein, dass kein Holunder geerntet werden kann, weil Vögel diesen bereits für sich entdeckten. Dies bedeutet, dass sich die Angebote der Landstreicherei an den natürlichen Gegebenheiten orientieren. Doch gerade darin liegt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine große Chance. Geschehen nicht die schönsten Dinge manchmal vollkommen ungeplant? Offenheit, Freude an der Natur und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen sind gute Voraussetzungen, um schöne Stunden mit der Landstreicherei zu erleben.
Orte der Streifzüge
Die Streifzüge finden u.a. in der schönen Potsdamer Umgebung wie z.B. in der Bornstädter Feldflur oder in Potsdam West und in der Nähe des Caputher Sees statt. Es werden aber auch weiter entfernt von Potsdam und Berlin liegende Gebiete besucht (Fläming, Barnim, Märkische Schweiz). Die Streifzüge werden entsprechend den Fünf Elementen ganzjährig angeboten.
Hier erhalten Sie einen Überblick über die Fünf Elemente. Deren wesentliche Eigenheiten werden beschrieben und sinnliche Umsetzungen in die Landstreicherei aufgezeigt.
Die Fünf Elemente werden aus Gründen der Übersicht einzeln vorgestellt. Ich mache jedoch darauf aufmerksam, dass sie keine statischen Gebilde sind, sondern dass sie sich in lebendiger, dynamischer Beziehung zueinander befinden. So kann eines ohne das andere nicht sein.
Im Frühling lässt sich die Kraft des Holzelements gut erkennen. Die frischen grünen Triebe sprießen in großer Zahl aus der Erde. Ein neuer Wachstumszyklus beginnt. Die Energie, mit der der Löwenzahn aus einer Asphaltdecke hervorbricht, ist bezeichnend für das Holzelement. Flexibel können Pflanzen ihre Wuchsrichtung ändern, wenn sie auf Hindernisse stoßen. Flexibilität ist eine Facette des Holzelementes und entspricht der menschlichen Fähigkeit zu planen, kreative Entscheidungen zu treffen und die beste Richtung für weiteres Wachstum zu wählen. Dies ist mit viel Energie und Bewegung verbunden. Das Holzelement steht für Neubeginn, die Frische mit der etwas Neues hoffnungsvoll beginnt. Auf körperlicher Ebene sind die Organe Leber und Gallenblase diesem Element zugeordnet.
Bei diesen Streifzügen schauen wir nach Merkmalen des Holzelementes bei uns und in der Natur. Es werden vorwiegend grüne Wildkräuter gesammelt, die eine anregende Wirkung auf Leber und Gallenblase haben. Dazu zählt u.a. der Sauerklee, die Brennnessel und der Löwenzahn. Aus diesen und anderen Kräutern werden Salate, Kräuterquarks und weitere Köstlichkeiten hergestellt. Außerdem stehen die Bäume mit ihren frischen neuen Triebspitzen im Mittelpunkt der Streifzüge. Körperliche Aktivitäten wie Meridiandehnungsübungen und Gymnastik tun nun besonders gut, um das Holzelement beweglich und geschmeidig zu halten.
Im Zyklus der Fünf Elemente folgt dem Holzelement das Feuerelement. Es zeigt sich in der Mittagszeit im Sommer, wenn die Sonne am Höchsten steht und die wärmste Jahreszeit herrscht. Die Tage sind lang, die Nächte kurz. Die Kraft des Feuers ist zerstreuend, sich in alle Richtungen ausbreitend. Die Farbe Rot mit all ihren Schattierungen und die Emotion Freude wird dem Feuerelement zugeordnet. Dabei handelt es sich um eine Freude, die sowohl leise und ruhig, als auch heftig überschäumend sein kann. In unserem Körper sind Herz und Dünndarm die dem Feuerelement zugehörigen Organe.
In der Natur zeigt sich das Feuerelement bei Pflanzen in der jetzt anzutreffenden Fülle von Knospen und Blüten. Das Leben in der Natur erreicht seinen Höhepunkt, - erlebt seine Blütezeit. Bei diesen Streifzügen genießen wir die Fülle der jetzt blühenden Pflanzen. Die Farbe Rot wird uns während der Streifzüge begleiten. Ob beim Sammeln und Weiterverarbeiten von Johanniskraut, oder beim Kreieren von leuchtend roten Kunstwerken. Fantasiereisen von dem Feuer und von der Sonne werden angeboten und Geschichten in denen einem vielleicht ein "Licht aufgeht".
Mit dem Herbst naht auch das Metallelement. Früchte und Blätter fallen langsam von den Bäumen herab. Die Struktur der kahl aufragenden Bäume wird gut sichtbar. Der Himmel sieht oft grau, bewölkt und trist aus, sodass ein Hauch von Melancholie aufkommen kann. Trauer ist die Emotion, die mit dem Metallelement verknüpft wird. In Asien ist weiß die Farbe der Trauer. In der Natur beginnen die Vorbereitungen auf die Ruheperiode des Winters. Wir Menschen räumen die Sommerkleidung weg und die Winterkleidung wird hervorgeholt. Die Bewegung und die Kraft des Metallelementes ist nach Innen gerichtet. Die dem Metallelement zugeordneten Organe sind Lunge und Dickdarm.
Während der Streifzüge durch die Natur gibt es nun mehr Raum für Reflexion und eher ruhige, besinnliche Aktivitäten. Hierzu gehören literarische Streifzüge durch die "Landstreicherei", aber auch das künstlerische Spiel um Licht und Dunkelheit. Ferner werden aus leckern Beeren und Früchten Holundersaft und Hagebuttensuppe hergestellt, getrunken und gegessen.
Das Erdelement ist das Ausgleichende, das Zentrum oder die Mitte der Fünf Elemente. Es ist für den Übergang, den Wechsel zwischen den Jahreszeiten und Elementen verantwortlich. Das Erdelement wirkt harmonisierend und ausgleichend und sorgt für Stabilität. Es ist in allen vier Jahreszeiten enthalten, und zwar in den ersten 18 Tagen einer jeden Jahreszeit. In dieser Zeit herrscht das Erdelement vor, um überall in der Natur und folglich auch beim Menschen die Wandlung vom Winter in den Frühling, vom Frühling in den Sommer, vom Sommer in den Herbst und vom Herbst in den Winter zu unterstützen. Zum Erdelement gehören alle Gelb-, Ocker- und Brauntöne und der süße Geschmack. In unserem Körper zählen die Organe Magen und Milz zum Erdelement.
In der Landstreicherei werden Aktivitäten angeboten, die den ausgleichenden, stabilisierenden Charakter des Erdelementes widerspiegeln. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den uns tragenden Erdboden. Barfuss werden die verschiedenen Bodenoberflächen ertastet. Naturmeditationen zum Thema " ... wieder Wurzeln schlagen" werden genauso angeboten, wie das Malen mit Erdfarben und das Experimentieren mit Steinen und Baumwurzeln.
Das Wasserelement vervollständigt den Zyklus der Fünf Elemente und folgt dem Metallelement. Die Jahreszeit ist der Winter und es herrscht Kälte und Dunkelheit. Die besondere Stärke des Wasserelements ist seine kraftvolle Ruhe, die dem Menschen Willen verleiht, etwas fortzuführen. Wasser fließt hinab in die Tiefe, doch durch sein beharrliches Fließen kann es Berge versetzen. Die Farben schwarz und dunkelblau stehen ebenso für das Wasserelement wie der salzige Geschmack. Das Wasserelement im Körper wird repräsentiert durch die Niere und Blase, die besonders durch das Gefühl Angst aus dem Gleichgewicht geraten können. Das Leben von Pflanzen und Tiere zieht sich nun ganz ins Innere zurück, um zu ruhen und zu regenerieren. Samen, Knollen und Wurzeln sind mit Nährstoffen gefüllt.
Während der Zeit des Wasserelements halten wir uns in der Nähe von Gewässern auf. An diesen werden Märchen, Geschichten und Gedichte vom Wasser aus aller Welt vorgelesen. Wasserkunstwerke können im und am Wasser in Verbindung mit anderen Naturmaterialien erschaffen werden.
Raus aus dem Alltag? Sehnsucht nach Stille? Zeichen setzen? Wildkräuter sammeln? Interesse an fernöstlicher Philosophie? Haben Sie Lust und sind neugierig?
Die Landstreicherei bietet Streifzüge zu den Fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin mit unterschiedlichen Schwerpunkten an:

Die Natur als außerschulischer Lern- und Erlebnisraum gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bei diesem Weiterbildungsangebot möchte ich Erwachsene ansprechen, die in ihrer Arbeit naturpädagogische Methoden einsetzen wollen und Anregungen zu einfachen, kreativen und entspannenden Elementen suchen.
Freitag, 20.04.2012 9.00 - 15.00 Uhr Fortbildung - Die Fünf Elemente Im Mittelpunkt dieser Fortbildung stehen die Fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. So wird u. a. ein "Holztee" getrunken und Wasser zum Klingen gebracht. Anschließend bauen wir ein Erdfenster, beobachten Bodentiere, räuchern heimische Kräuter und legen eine Steinspur. Entlang des Caputher Sees, in wunderschöner Landschaft, werden die Fünf Elemente im Wald auf ungewohnte Weise neu entdeckt und erfahren: sinnlich, spielerisch, meditativ und künstlerisch. Alle Teilnehmenden gehen nach der Fortbildung mit einem reichen Repertoire an schönen Ideen nach Hause, wie sie Kindern mit Spaß die Fünf Elemente näher bringen können. Alle Teilnehmenden bekommen eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Skript mit Literaturangaben. Für Pädagoginnen und Pädagogen. Treffpunkt: 09.00 Uhr in 14548 Caputh, vor der Ev. Kirche, Straße der Jugend 1 Preis: 55 Euro Samstag, 05.05.2012 9.00 - 15.00 Uhr Fortbildung - Erde, Matsch und Steine Im Zentrum dieser Fortbildung steht "Mutter Erde". Was ist das, worauf wir leben? Wir schauen uns verschiedene Böden und ihre Zusammensetzungen an, bestimmen Bodentiere und erfahren deren unterschiedliche Aufgaben. Wir experimentieren mit Asseln und erfahren wie ein Laubblatt zu Humus wird. Nach dem Boden stehen die Steine im Mittelpunkt von Spiel- und Erlebnisaktionen. Wir bauen mit vielen großen und kleinen Steinen eine "versteinerte Statue" und einen "Steinpfad". Zum Schluss der Fortbildung hören alle Teilnehmenden die Geschichte vom "gewöhnlichen Stein". Alle Teilnehmenden bekommen eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Skript mit Literaturangaben. Für Pädagoginnen und Pädagogen. Treffpunkt: 09.00 Uhr in 14548 Caputh, vor der Ev. Kirche, Straße der Jugend 1 Preis: 55 Euro Samstag, 09.06.2012 9.00 - 15.00 Uhr Fortbildung - Wald erleben, Bäume begreifen! Bei dieser Fortbildung stehen die einheimischen Bäume wie Birke, Buche, Kiefer und Eiche im Mittelpunkt. Wir gehen abseits der Wege und lernen auf spielerische Art die Bäume und ihre Besonderheiten kennen. Wir haben genügend Zeit, um aus Ästen ein Waldsofa zu bauen, ein Baumtelefon auszuprobieren, Baumrinden zu ertasten und die ersten zarten Blätter zu sammeln. Aus den Blättern bereiten wir einen leckeren Baumblättertee zu. Viele spannende und lustige Aktionen helfen uns, den Wald anders und neu zu erleben. Abgerundet wird diese Fortbildung mit einem Waldmärchen. Sie erhalten viele praktische (Spiel-) Tipps, wie Sie Kinder für den Wald begeistern können. Alle Teilnehmenden bekommen eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Skript mit Literaturangaben. Für Pädagoginnen und Pädagogen. Treffpunkt: 09.00 Uhr in 16547 Birkenwerder, Parkplatz vor der Waldschule Briese Preis: 55 Euro Samstag, 11.08.2012 9.00 - 15.00 Uhr Fortbildung - Märchen und Natur Bei dieser Fortbildung verbringen die Teilnehmenden einen "märchenhaften" Tag in der Natur. Der Wald spielt in vielen Märchen eine ganz besondere Rolle: als Symbol für das Verborgene, das Dunkle, das verhexte Leben. Entlang der Briese begleitet uns, passend zum Ort, das Märchen "Das Wasser des Lebens" von den Gebrüdern Grimm. Dabei fließen während der Fortbildung Kenntnisse zum Lebensraum Wald und Wasser, sowie zum Thema Märchen ein. Eigenes Ausprobieren und Erleben macht den Teilnehmenden Mut und schafft Ideen selbst Märchenzeiten in der Natur mit ihren Kindern durchzuführen. Wir arbeiten künstlerisch, erzählend, experimentierend … märchenhaft. Alle Teilnehmenden bekommen eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Skript mit Literaturangaben. Für Pädagoginnen und Pädagogen. Treffpunkt: 09.00 Uhr in 16547 Birkenwerder, Parkplatz vor der Waldschule Briese Preis: 55 Euro Freitag, 07.09.2012 9.00 - 15.00 Uhr Fortbildung - Seele BAUMeln Erholung und Fortbildung: passt das zusammen? Ja, denn bei dieser Fortbildung erfahren die Teilnehmenden viele Möglichkeiten, wie sie sich in der Natur seelisch und körperlich erholen und entspannen können. Diese selbst gemachten Erfahrungen können sie dann gut an ihre Kinder weitergeben. Beginnen wird diese Fortbildung mit einfachen aber wirkungsvollen Wahrnehmungsspielen. Anschließend räuchern wir einheimische Kräuter und trinken einen warmen Holunderbeersaft. Aus selbst gesammelten Rindenstücken und Kräutern stellen wir eine wohltuende Gesichtsmaske und einen Kräuterbalsam her. Abgerundet wird der Tag im Naturpark Nuthe-Nieplitz mit einem Waldmärchen, einer Naturmeditation und einem gemeinsamen Naturkunstwerk. Bitte zwei ca. 100ml Gläser mit Deckel mitbringen. Alle Teilnehmenden bekommen eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Skript mit Literaturangaben. Für Pädagoginnen und Pädagogen. Treffpunkt: 09.00 Uhr in 14552 Stücken, Bushaltestelle Stücken Dorf, Bus 608 Preis: 55 Euro Samstag, 20.10.2012 9.00 - 15.00 Uhr Fortbildung - Alles was Wurzeln hat. Entlang des Nuthegrabens gehen wir bei dieser Fortbildung auf "Wurzelsuche". Mit einem Spaten graben wir Löwenzahn-, Nelkenwurz-, Beifuss-, Brennnessel- und Klettenwurzeln aus. Weiterverarbeitet werden diese zu Tinkturen und zu einem "Wald- und Wiesenbalsam". Außerdem hören die Teilnehmenden viel Wichtiges über das Sammeln, Trocknen und Weiterverarbeiten von Wurzeln. Wärmen wird uns ein schmackhafter Apfelsaft mit Holunder. Diese Fortbildung soll ermuntern mit Kindern in der Natur auf "Wurzelsuche" zu gehen. Alle Teilnehmenden bekommen eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Skript mit Literaturangaben. Bitte zwei ca. 100ml Gläser mit Deckel und ½ Liter Wasser mitbringen. Für Pädagoginnen und Pädagogen. Treffpunkt: 09.00 Uhr in 14974 Thyrow, Regionalbahnhof Preis: 55 Euro Samstag, 10.11.2012 9.00 - 15.00 Uhr Fortbildung - Labyrinthbau Das Labyrinth gehört zu den ältesten symbolischen Zeichen der Menschheit und hat eine faszinierende Wirkung auf Kinder und Erwachsene. Es ist ein Symbol des Lebenswegs, des Unterwegsseins. Gemeinsam bauen wir an diesem Tag im Wald aus Naturmaterialien ein einfaches Labyrinth mit vier Umgängen. Festlich wird es von den Teilnehmenden "eingeweiht". Ziel dieser Fortbildung ist es, selbst dieses oder ein anderes Labyrinth mit einer Kindergruppe bauen zu können. Vielleicht ein Lichterlabyrinth in der Weihnachtszeit? Aufwärmen werden wir uns mit einem warmen Holunderbeersaft und einem kleinen Gebäck. Alle Teilnehmenden bekommen eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Skript mit Literaturangaben. Für Pädagoginnen und Pädagogen. Treffpunkt: 09.00 in 14548 Ferch-Lienewitz: Regionalbahnhof Ferch-Lienewitz, RB 22 Preis: 55 Euro
Download des Fortbildungsprogramms 2012 (pdf, 36kB) Download des Anmeldeformulars 2012 (pdf, 27kB)
Wichtiger Hinweis: Alle Fortbildungen können auch an weiteren Terminen und an einem Ort in der Nähe Ihrer Kindertageseinrichtung stattfinden. Fragen Sie nach, ich mache Ihnen gerne ein individuelles Angebot.
Die Kosten für umweltpädagogische Fortbildungen mit der Landstreicherei richten sich nach Ort und Inhalten der Veranstaltung und werden individuell vereinbart.
Informationen und Anfragen unter:
Landstreicherei, Afra Riemer, Tel.: 0331-704 86 57
Firmenangebote
Die Landstreicherei - ein Betriebsausflug der "anderen Art". Machen Sie sich selbst ein Geschenk. Genießen Sie zusammen mit Ihren Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen einen Tag in der Natur. Mit einfacher Ausrüstung, (kleiner Rucksack, Verpflegung, Taschenmesser) begeben wir uns zu Fuß mit unbekanntem Ziel auf Reisen. Frei von vorgegebenen Wegstrecken oder Wanderrouten werden Landschaften (neu) entdeckt. Die Freude am eigenen und gemeinsamen Gehen in der Gruppe, die Wahrnehmung der Schönheiten in der Natur und das Genießen von Ruhe und Stille stehen im Mittelpunkt dieses Ausflugs. Über Neues kann mit Neugier gestaunt, und Vertrautes, neu entdeckt werden. Die unmittelbaren Naturerlebnisse fördern Gesundheit, innere Ruhe und Gelassenheit. Dies verleiht frische Kräfte für zukünftige Tätigkeiten. Die Landstreicherei organisiert und begleitet Sie bei diesen Ausflügen. Konkret könnte das so aussehen:
Termine und Preise für Gruppen und Firmen nach Absprache.
Informationen und Anfragen unter:
Landstreicherei, Afra Riemer, Tel.: 0331-704 86 57
Zu meinem Fünf-Elemente-Streifzug lade ich alle Interessierten herzlich ein.
Freitag, 20.04.2012 9.00 - 15.00 Uhr Die Fünf Elemente Im Mittelpunkt dieser Fortbildung stehen die Fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. So wird u. a. ein "Holztee" getrunken und Wasser zum Klingen gebracht. Anschließend bauen wir ein Erdfenster, beobachten Bodentiere, räuchern heimische Kräuter und legen eine Steinspur. Entlang des Caputher Sees, in wunderschöner Landschaft, werden die Fünf Elemente im Wald auf ungewohnte Weise neu entdeckt und erfahren: sinnlich, spielerisch, meditativ und künstlerisch. Alle Teilnehmenden gehen nach der Fortbildung mit einem reichen Repertoire an schönen Ideen nach Hause, wie sie Kindern mit Spaß die Fünf Elemente näher bringen können. Alle Teilnehmenden bekommen eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Skript mit Literaturangaben. Für Pädagoginnen und Pädagogen. Treffpunkt: 09.00 Uhr in 14548 Caputh, vor der Ev. Kirche, Straße der Jugend 1 Preis: 55 Euro Wichtiger Hinweis:
Ich biete auf Nachfrage Fünf-Elemente-Streifzüge für Gruppen auch an weiteren Orten und Terminen an. Fragen sie nach, ich mache ihnen gerne ein individuelles Angebot.
Informationen und Anfragen unter:
Landstreicherei, Afra Riemer, Tel.: 0331-704 86 57
Naturgeburtstag mit der Landstreicherei
Lieber Jonas,
am 12. Juli habe ich Geburtstag. Ich werde 9 und lade dich ein!
Komme bitte um 15 Uhr in Potsdam zum Kaiserbahnhof. Wir gehen mit der
Landstreicherei in den Wildpark-West und erleben dort ein Abenteuer. Gegen
18 Uhr können dich deine Eltern bei mir zu Hause wieder abholen. Sag mir
Bescheid, ob Du kommen kannst.
Deine Tabea
So könnte eine Einladung zu einem Kindergeburtstag mit der Landstreicherei aussehen.
Wunschprogramm
Spätestens drei Wochen vorher sollten sie mit mir Kontakt aufnehmen. Wir
suchen dann gemeinsam einen Wald in der Nähe aus und stellen ein
Wunsch-Programm von zwei bis drei Stunden zusammen. Naturgeburtstage finden
bei jedem Wetter im Freien statt, und ich gestalte sie oft zu einem
bestimmten Thema. Das können Märchen, wie „Hänsel und Gretel“, bestimmte
Pflanzen, Tiere oder eine Waldrallye sein. So wird jeder Geburtstag
einzigartig. Doch ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ein
Programmpunkt ist immer dabei: das Waldsofa. Das bauen die Kinder gemeinsam
aus Zweigen, Blättern und Moos. In die Mitte kommt ein Geburtstagskuchen.
Dessen Tortenboden ist eine Schicht Sand. Jedes Kind gestaltet sein
Tortenstück mit Blüten und Gräsern im Sommer, bunten Blättern, Beeren,
Eicheln im Herbst, eben was die Jahreszeit so hergibt. In das fertige
Kunstwerk werden brennende Wunderkerzen gesteckt. Die Kinder stärken sich
dann auf ihrem Waldsofa mit echtem Kuchen und Kakao.
Bis zu zehn Kinder von vier bis zwölf Jahren können zum Geburtstag kommen. Er kann in Potsdams Wiesen und Wäldern und Umgebung gefeiert werden. Eine Begleitperson von Ihnen muss mit dabei sein. Ein zweistündiger Naturgeburtstag kostet 70 Euro zuzüglich Fahrkosten. Jede weitere Stunde 30 Euro. Ein Naturgeburtstag kann auch verschenkt werden.
Natürlich gestalte ich auch gern individuelle Naturgeburtstage für Erwachsene!
Informationen und Anfragen unter:
Landstreicherei, Afra Riemer, Tel.: 0331-704 86 57

In Kooperation mit der Thomas-Müntzer-Oberschule in Ziesar führt die Landstreicherei im Jahr 2011 / 2012 zwei Initiative-Oberschule-Projekte (IOS)* mit Schüler/innen der 9ten Klasse durch.
Das erste Projekt hat den Schwerpunkt "Stärkung von sozialen Kompetenzen". Zielstellung des Projektes ist es, dass die Schüler/innen ihre sozialen Fähigkeiten weiterentwickeln und darin Unterstützung und Stärkung erfahren. Grundlage hierfür ist ein ressourcenorientierter Ansatz: Hierbei geht es in erster Linie um die Entwicklung von positiven Fähigkeiten und nicht vordergründig um seine negativen Seiten. Inhaltlich hat das Projekt folgende Schwerpunkte: gemeinsames Erarbeiten von Kommunikationsregeln, Kennen lernen der eigenen Person mit ihren Stärken und Schwächen, Umgang mit Konflikten. Vertieft und ergänzt werden die Inhalte durch erlebnispädagogische Aktivitäten draußen in der Natur.
Das zweite Projekt hat den Schwerpunkt "Berufsorientierung" mit folgende Zielsetzung: Es möchte die Schüler/innen in ihrer Berufswahlkompetenz stärken, sodass sie eine bewusste, eigenverantwortliche und realitätsnahe Wahl treffen können die ihren Begabungen und Neigungen entspricht. Ein weiteres Anliegen des Projektes ist es, Eigeninitiative und Selbständigkeit der Jugendlichen zu stärken. Es werden eigene Ziele und Vorstellungen geklärt und erste Wünsche hinsichtlich einer persönlichen und beruflichen Zukunft formuliert. Die Jugendlichen erfahren, dass Berufe unterschiedliche körperliche, geistige und persönliche Qualifikationen erfordern und lernen ihre eigenen Neigungen und Fähigkeiten hierzu in Relation zu setzen. Zur Vorbereitung auf das Praktikum sowie auf den Eintritt ins Berufsleben findet ein Bewerbungstraining statt. Die Jugendlichen werden mit den unterschiedlichen Möglichkeiten der Stellen- und Praktikumssuche vertraut gemacht. Praktisch umgesetzt wird dies beim Finden eines passenden Praktikumsplatzes.
In Kooperation mit der Thomas-Müntzer-Oberschule in Ziesar führte die Landstreicherei im Schuljahr 2010/11 zwei Initiative-Oberschule-Projekte (IOS)* durch.
Das Konzept dieser Projekte war es, dass die Jugendlichen eine dreitägige Klassenreise innerhalb Brandenburgs selbständig planen und durchführen. Die gemeinsame Reiseplanung fand einmal monatlich mit den Schülerinnen und Schülern beider 8ter Klassen, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Projektbegleiterinnen statt. Als Reiseziel für die Fahrt im Mai 2011 wurde die Umweltbildungsstätte Drei Eichen gewählt, welche im Naturpark Märkische Schweiz liegt. Dabei wurden den Jugendlichen Verantwortung und Mitbestimmungsmöglichkeit in einem Bereich übertragen, der sie interessiert und herausfordert ohne sie jedoch zu überfordern. So planten sie eigenständig die An- und Abreise, stellten einen Essensplan und eine Kostenkalkulation auf, kochten selber (Selbstversorgungshaus), und organisierten die Freizeitaktivitäten vor Ort.
In Kooperation mit der Bettina von Armin Oberschule in Lehnin führte die Landstreicherei im Schuljahr 2009/10 zwei Initiative-Oberschule-Projekte (IOS)* durch.
Während im ersten Projekt die Stärkung von Sozialkompetenzen im Vordergrund stand, lag im zweiten Projekt der Schwerpunkt bei der Berufsorientierung. Beide Projekte standen jedoch in enger Beziehung: gemeinsam ist ihnen der Bezug zur Natur, der grüne Aspekt.
Im September 2009 fuhren beide 10te Klassen getrennt für drei Tage auf Klassenfahrt in die Prignitz. Die überwiegende Zeit verbrachten die Jugendlichen aktiv im Freien: u.a. Kanu fahren, Ziegen melken und Holunderbeeren für einen Abendpunsch sammeln. Soziale und kulinarische Fähigkeiten konnten die Jugendlichen beim Kochen und Backen zeigen, da die Unterkunft, Hoffbauers Landscheune, ein Selbstverpflegungshaus ist.
Im zweiten Projekt, das auch im September 2009 startete, stand das Kennenlernen von grünen Berufsfeldern (Landwirtschaft, Natur und Umwelt) sowie das Aufzeigen und Erweitern von neuen Berufsperspektiven im grünen Bereich im Mittelpunkt. Alle vierzehn Tage wurden mit jeder Klasse ganztägige Exkursionen zu außerschulischen Lernorten unternommen. Einerseits lernten die Jugendlichen die verschiedenen weiterführenden Oberstufenzentren kennen, die in grünen Berufsfeldern ausbilden. Andererseits gab es dabei Möglichkeiten, die Berufspraxis hautnah zu erleben: z.B. Mitarbeit bei Forstarbeiten im Wald oder bei Pflegearbeiten in Naturschutzverbänden. Ergänzt wurden diese Exkursionen durch das Kennenlernen von Berufen, z.B. aus der regenerativen Energietechnik oder dem landwirtschaftlich-technischen Bereich.
*) Diese Projekte werden im Rahmen der Initiative Oberschule (IOS) vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, vom Europäischen Sozialfonds und der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Die Initiative Oberschule unterstützt Kooperationsprojekte zwischen Oberschulen und außerschulischen Partnern, die dazu dienen sollen, die Ausbildungsfähigkeit von Jungen und Mädchen an Oberschulen zu verbessern, ihre Sozialkompetenzen zu stärken und eine bessere Berufsorientierung zu garantieren. Gleichzeitig sollen die Fähigkeiten der Lehrerinnen und Lehrer als wichtiger Begleiter der Schülerinnen und Schüler auf dem Weg der Ausbildungsplatzsuche erweitert und damit die Oberschulen gestärkt werden.

Die Landstreicherei streift mit Kindergarten- und Grundschulkindern zu jeder Jahreszeit durch Wälder und Wiesen.
Folgende Themen werden angeboten:
Klima, Wetter, Regentropfen … Alles hängt zusammen: Was hat das Klima mit dem Wetter, dem Wasser und dem Energieverbrauch bei uns vor Ort zu tun? Zeigen sich die Auswirkungen des Klimawandels bei uns vor der Tür im Wald? Wie beeinflussen wir durch unser Handeln das Klima? Diesen Fragestellungen gehen wir beim Streifzug durch den Wald gemeinsam mit den Kindern nach. Doch zuerst beobachten wir das aktuelle Wetter und lernen den Unterschied zwischen Klima und Wetter kennen. Anschließend experimentieren wir zum Thema Versiegelung und schauen wie Tiere und Pflanzen auf Klimaveränderungen reagieren. Natürlich messen wir an verschiedenen Orten die Temperatur und vergleichen die Ergebnisse miteinander. Um das Ansteigen des Meeresspiegel zu veranschaulichen experimentieren wir mit Eis und Wasser.
Wiesen und Wildkräuter: mitten auf der Wiese lernen die Kinder die wichtigsten einheimischen Wildkräuter wie Schafgarbe, Spitz- und Breitwegerich, Natternkopf, Ochsenzunge, Steinklee, Nachtkerze, Bärlauch und Gundermann kennen. Im Sommer stellen wir wohlschmeckendes Zahnputzpulver, ein feuerrotes Johanneskrautöl oder ein Kräutersalz her. Angesprochen werden auch die Möglichkeiten der Verbreiterung von Samen. Können die Kinder Wildkräuter am Geruch und Geschmack erkennen? Wir werden es ausprobieren. Zum Schluss bauen wir gemeinsam ein Wiesenkunstwerk.
Wald und Bäume: abseits der Wege lernen wir spielerisch mit allen Sinnen die einheimischen Bäume kennen, trinken einen Baumblättertee und bauen aus Zweigen ein Waldsofa. Die Kinder probieren ein "Baumtelefon" aus und schauen welche Farbe Ameisensäure hat. Auch wird die Frage beantwortet, ob Kiefernzapfen die Früchte von Nadelbäumen sind. Wir sehen uns auch Wohnorte von verschiedenen Spechten an und wissen sie zu unterscheiden. Am Ende des Streifzugs hören die Kinder ein Baummärchen und hinterlassen im Wald ein kleines Waldkunstwerk.
Wurzeln: im Herbst gehen wir auf Wurzelsuche. Mit einem Spaten graben wir Löwenzahn-, Nelkenwurz-, Beifuss-, und Klettenwurzeln aus, und verarbeitet sie weiter zu Tinkturen. Außerdem stellen wir aus gefundenen Kräutern und Wurzeln ein "Wald- und Wiesenbalsam" her. Wir lernen die Aufgaben von Wurzeln kennen und schauen uns an, welche unterschiedlichen Wurzeln es bei Bäumen und Pflanzen gibt.
Landart: Landart ist künstlerisches Gestalten mit Naturmaterialien. Bei diesem Streifzug durch die Natur bauen die Kinder ihre eigenen Kunstwerke: aus Blüten, Zweigen, Moos, Steinen und im Winter aus Eis. Hier wird gespielt mit Farben, Formen, Strukturen und Material. Zum Schluss wird jedes Werk, ob einzeln oder gemeinsam entstanden, wertgeschätzt und fotografiert.
Spurensuche: bei diesem Streifzug gehen wir auf Spurensuche. Tier-, Kot- und Fraßspuren, Federn und Wohnbauten, Ruhelager und Fährten stehen im Mittelpunkt. Wie sieht ein Zapfen aus der von einer Waldmaus bearbeitet wurde? Was ist eine "Losung" und wie sieht sie aus? Und zu guter Letzt hinterlassen wir eine eigene "Naturspur" im Wald.
Ein einmaliger Streifzug kostet pro Stunde 35 €, regelmäßige Streifzüge pro Stunde 30 € zuzüglich Fahrkosten.
Informationen und Anfragen unter:
Landstreicherei, Afra Riemer, Tel.: 0331-704 86 57
Streifzüge in die Natur - für Kinder mit AD(H)S
Im Frühjahr 2008 startet, mit finanzieller Unterstützung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam, das Projekt "Streifzüge in die Natur - für Kinder mit AD(H)S". Einmal in der Woche geht es für zweieinhalb Stunden mit Grundschulkindern raus in die Natur: das Waldprojekt ist speziell für sieben- bis zehnjährige Kinder konzipiert und findet in Kooperation mit der Grundschule am Priesterweg in Potsdam Drewitz statt.
Warum ein ADS/ADHS-Projekt: Kinder in die Natur?
Das "Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom", kurz "ADHS" ist eine Verhaltensstörung, die im Kindes- und Jugendalter gehäuft auftritt. Sie kann mit oder ohne Hyperaktivität (H) auftreten. Die Symptome der betroffenen Kinder sind vielfältig: ihre Aufmerksamkeit ist schnell erschöpft, sie lassen sich leicht ablenken und reagieren impulsiv, sie können motorisch unruhig sein und haben oftmals einen großen Bewegungsdrang. Dem typischen ADS/ADHS-Kind gelingt es schwer, Reize zu filtern und entsprechend zu verarbeiten. Sie werden von Eindrücken überflutet und haben Schwierigkeiten sich zu entspannen. Neben diesen Symptomen haben ADS/ADHS-Kinder auch viele Stärken und positive Eigenschaften. Oft sind sie besonders kreativ und begeisterungsfähig und verfügen über eine erfrischende Spontaneität und Lebensfreude.
An diese Symptome und Eigenschaften anknüpfend richtet sich das Angebot der Landstreicherei an die Kinder und deren Eltern. Die wichtigste regulierende Kraft ist die Natur selbst: ·
Der offene Raum und natürliche Geräusche bilden den äußeren Rahmen, in dem die Kinder zu innerer Ruhe und emotionaler Stabilität gelangen können. Relative Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt. Doch gerade sie ist für ADS/ADHS-Kinder von hohem Wert. In Momenten der Stille kommen die Kinder zu sich. Dies ist für ihre Gesundheit und ihre innere Stabilität besonders wichtig.
Im Wald gibt es keine optische und akustische Reizüberflutung. Dies schließt eine Überforderung der Sinne der Kinder aus. Ihre Selbstwahrnehmung wird gestärkt.
Feld, Wald und Wiese bieten viel Platz für Bewegung. Hügel erkraxeln oder runter rennen, durchs Dickicht krauchen, sind motorische Herausforderungen. Äste schleppen für ein Waldsofa braucht Kraft und Ausdauer. Dabei werden sensorische Fähigkeiten ebenso geschult wie Geschicklichkeit und Konzentration. Der Bewegungsdrang wird gestillt und das innere Gleichgewicht gestärkt. Mit zunehmender Körperbeherrschung wachsen Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.
Ein buntes Angebot an Naturfundstücken fördert das Entdecken und Experimentieren in der Natur. Besonders in der künstlerischen Begegnung mit der Natur (Landart) können ADS/ADHS-Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Der Kontakt zu den "Schätzen" der Natur, wird eine Verbindung zu den schöpferischen Quellen der Kinder schaffen oder diese verstärken.
Auch die soziale Ebene wird im Waldprojekt angesprochen: einander helfen, zuhören, Rücksicht nehmen, Verständnis haben ist ebenso wichtig, wie eigene Interessen erkennen und vertreten. Häufig erkennen Kinder gerade in dieser Umgebung, dass sie aufeinander angewiesen sind. So klappt das Tragen von Ästen für eine kleine Hütte zu mehrt viel besser.
Die Streifzüge wirken sinnlich - ganzheitlich, ausgleichend und aufbauend. (Sie ersetzen jedoch keine therapeutische oder medikamentöse Behandlung.)
Sind Sie neugierig geworden?
Sprechen Sie uns an:
Afra Riemer - Landstreicherei,
Tel.: 0331-704 86 57
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Bericht vom Streifzug "Der Ton der Erde"
von Ulrike Enders
Landstreicherei in der Umgebung von Potsdam
Natur mit fernöstlichen Akzenten
Susanne, ovales, dunkel-umrahmtes Gesicht, blaue Augen und Mona-Lisa-Lächeln, freut sich auf einen Nachmittag nur für sich allein. Vier Stunden durch die Landschaft streifen und einmal nicht für Tim, Karolin und Michaela, ihre Kinder zwischen zwei und acht Jahren, da sein - das ist der Luxus, den ihr Mann ihr heute möglich macht. Sie hat sich zu einem Streifzug entlang des Caputher Heuwegs bei Afra Riemers "Landstreicherei" angemeldet und kommt zehn Minuten zu spät mit dem Fahrrad vom Potsdamer Bahnhof angekeucht.
Treffpunkt für den heutigen Streifzug für Frauen ist um 12 Uhr der Waldrand von Caputh. Das Thema ist "Die Töne der Erde -ihre Farben und Geräusche". Die Naturpädagogin Afra Riemer hat die "Landstreicherei" erfunden. Sie ist ausgebildete Krankenschwester mit Shiatsu-Erfahrung, studierte Landschaftsplanerin und Anhängerin der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Ihre Orientierung an den "Fünf Elementen" der fernöstlichen Philosophie, Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde, bilden den roten Faden der Streifzüge.
Die Gruppe geht zunächst ein paar Schritte in den Wald, zu einer sonnigen Lichtung, wo die Rucksäcke abgelegt werden können. Jede Frau erhält eine selbstklebende Karte, die sie mit Naturmaterialien bekleben soll. Anhand der gestalteten Karten, kann die Vorstellungsrunde beginnen. Ein luftiges Grasbüschel für Leichtigkeit und Reiselust, ein raues Stück Rinde für Ecken und Kanten, Eicheln für die Kinder, ein wenig Moos für ein kuscheliges Zuhause - so kann eine naturnahe Selbstdarstellung aussehen.
Afra Riemer, sanfte Stimme und ruhige Ausstrahlung, führt mit ihrer mit Moos und Rinde beklebten Karte das feuchte Erdelement ein. Es ist das Ausgleichende oder das Zentrum der Fünf Elemente und für den Übergang, den Wechsel zwischen den Jahreszeiten und Elementen verantwortlich. Es wirkt harmonisierend und sorgt für Stabilität. In allen vier Jahreszeiten, und zwar in den ersten 18 Tagen, ist es enthalten. In dieser Zeit unterstützt es die Natur und folglich auch Mensch und Tier bei der Wandlung von einer Jahreszeit zur anderen. Zum Erdelement gehören alle Gelb-, Ocker- und Brauntöne, der süße Geschmack, die Organe Magen und Milz.
Susanne, als angehende Heilpraktikerin, ist die TCM-Lehre nicht neu. Noch besser kennt sie sich aber mit den heimischen Kräutern aus. Auf der Wiese entlang der Stromtrasse blühen viele der ihr bekannten Gewächse. Afra sammelt nun etliche unter ihnen für den "Waldtee" und zwischen ihr und Susanne entsteht ein angeregter Austausch über die Wirkungen der verschiedenen Pflanzen. "Johanniskrautöl und Beifuss habe ich mir auf meinen verspannten Nacken gerieben, mit wunderbarer Wirkung." Afra knickt die weißen Blüten der Schafgarbe ab und füllt damit die Papiertüte: "Ein Sud aus Schafgarbe, ins Badewasser gegeben, wirkt entkrampfend bei Menstruationsbeschwerden." Beifuss und einiges mehr wandern in die Tüte und werden kommentiert: "Neulich habe ich Spitzwegerich und Honig schichtweise in ein Glas gefüllt und ein Meter tief in der Erde vergraben. Drei Monate muss es dort bleiben, im Oktober kann ich es rausnehmen. Durch die gleichmäßige Erdwärme wird daraus der beste Hustensaft für die Kinder!"
Afra führt die Gruppe quer durch den Wald, dort wo das Moos besonders dicht und die Geräusche der Fernstraße schwächer werden. Ein Waldsofa wird nun gebaut. Die Gruppe schwärmt aus, um dicke und dünnere Äste zu sammeln, die in einem kleinen Kreis, eigentlich ist es mehr ein Viereck, aufgeschichtet werden. Susanne überlegt, dass die Kinder jetzt mit Feuereifer am Werk wären. In die Mitte legt Afra ein braunes Seidentuch (Erdfarbe), zündet ein Windlicht an und fordert uns auf, auf dem "Sofa" Platz zu nehmen. Es knackt etwas bedrohlich, doch sitzt es sich erstaunlich bequem. Afra spricht noch ein wenig von der Bedeutung des Erdelements - sich zentrieren, zur Ruhe kommen, geborgen sein - und erzählt die Zen-Geschichte von der Tasse des Lehrlings, die der Meister immer weiter auffüllte, bis der Tee über den Tisch und auf den Boden floss. Seine Botschaft: "Wie kannst du die Erleuchtung, die du anstrebst, aufnehmen, wenn deine Tasse nicht leer ist?"
Sie leitet eine kurze Meditation an - Konzentration auf die Körpermitte, dem "Hara" der Chinesen, Hören auf die Geräusche des Waldes. Mit dem Gefühl, in ihrer Mitte zu sein, soll sich nun jede in der Gruppe einen eigenen Platz im Wald suchen. Es fällt nicht schwer, eine Stelle im weichen Moos zu finden, die die Körperformen aufnimmt, den Blick auf den blauen Himmel zwischen den Kiefern freigibt - man will gar nicht mehr aufstehen. Doch es gibt noch viel zu tun. Erst werden die Körperkonturen nachgezeichnet, dann soll der so entstandene Umriss mit Fundstücken des Waldes ausgestaltet werden. Es ist auch möglich, zusätzliche Farben zu verwenden und damit zum Beispiel die Kienäpfel zu bemalen, denn Afra hat Farbpulver, Ei, Öl und Wasser dabei, die zu leuchtendem Rot, Braun oder Grün verquirlt werden können.
Susanne hat in die Mitte ihres Umrisses eine Spirale aus Borke gelegt. Sie symbolisiert die Kraft, die ihr in letzter Zeit fehlt und die ihr, vermutet sie, ihr Wohnort Berlin entzieht.
Die frischgebackenen "Land-Art" Künstlerinnen machen zum Abschied Fotos von "ihrem" Platz, dann geht es wenige Schritte weiter. An einem besonders weichen, herrlich duftenden Mooshügel hält Afra ein, um Meridianübungen anzuleiten. Der Körper wird mit den Fäusten entlang der einzelnen Meridiane kräftig abgeklopft, um den Energiefluss anzuregen. Magen-, Gallen-, Lungen-, Nieren- und Herzmeridian kommen wieder in Schwung. Susanne seufzt mit erstauntem Lächeln: "Die Füße sind ganz heiß!" "Dann geh barfuss weiter", schlägt Afra vor. Die Teilnehmerinnen folgen der Einladung, ziehen Schuhe und Strümpfe aus und laufen über den feuchten, weichen Waldboden zurück zum Ausgangspunkt. Das Gehirn ist angenehm durchgepustet, der Körper erfrischt. Das Zeitgefühl hat ausgesetzt, alle sind überrascht, dass bereits vier Stunden vergangen sind.
Am Waldrand stehen die Landstreicherinnen noch eine Weile und tauschen sich über das Kochen nach den Fünf Elementen aus. Urlaub von den Kleinen - ja, welch ein Geschenk! Aber in den Gedanken sind sie immer dabei.
Vorhaben
Natur in den Garten
Ich biete Kindergärten und (Grund-) Schulen die Gestaltung oder Umgestaltung ihres Außengeländes an. Die Wünsche und „Sehnsüchte“ der Kinder und Pädagoginnen spielen dabei eine wichtige Rolle. In einer Fantasiewerkstatt werden Ideen gesammelt und Pläne geschmiedet.
Bei der anschließenden praktischen Umgestaltung des Geländes können dann die Kinder, Eltern und Pädagoginnen rege mitarbeiten. So bereichern bald bleibende Landartobjekte, Hochbeete, Fühlpfade, Balancierstämme, Vogelscheuchen, Kräuterspiralen und natürliche Rückzugsgebiete aus verwildertem Dickicht den Garten. Die Erfahrungen, die die Kinder bei der Mitgestaltung des Gartens machen, sind vielfältig: sie lernen die unterschiedlichen Tiere und Pflanzen kennen, experimentieren mit Sand, Steinen, Blättern, Holz, Ästen …
Informationen und Anfragen unter:
Afra Riemer, Tel.: 0331-704 86 57







Afra Riemer, Jahrgang 64, mit Kind wohnhaft in Potsdam. Bereits seit meiner Kindheit streife ich mit Freude und Neugier durch die Natur. Als ausgebildete Krankenschwester, studierte Landschaftsplanerin und Naturpädagogin gibt die Natur mir Kraft und die wunderbare Gewissheit, immer absichtslos für mich da zu sein. Meine Shiatsuausbildung und regelmäßige Fortbildungen in traditioneller chinesischer Medizin beflügeln mich zusätzlich, die besondere Sicht auf unsere Natur weiterzugeben.
Landstreicherei
Afra Riemer
Weberplatz 1
14482 Potsdam
Telefon: 0331-704 86 57
e-mail: Information@Landstreicherei.de
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Fortbildungsprogramm 2012 (pdf, 36kB)
Anmeldeformular 2012 (pdf, 27kB)
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Frank Buschner sei Dank für zwei Bilder: Flyer, Seite 3: Menschen; Website, Streifzüge, Familien: Kind mit Blumenkranz;
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